Hanno Hener

„Wieviel Lüge und Selbstbetrug braucht man, um das Chaos Welt zu verkraften“. So beginnt eine Pressemitteilung zu einer der letzten Aufführungen, bei der Hanno Regie führte: so ein Satz konnte Hanno auch bei einer Begrüßung gesagt haben. Vom Rand aus hat er die Welt gesehen und gewirkt. Zeitnah. Sich radikal positionierend, ohne sich zu schonen.

So ein randseitiges Podium ist fragil und ist oft in der Nähe, wenn etwas Wichtiges und Bedeutendes passiert: Regisseur, Leiter und Gründer der Theaterquarantäne. Lyon und Toulouse. Zusammenarbeit mit und Regieassistenz bei dem Teatro de La Candelaria, Bogotá. 1994-2004 Regie im Jugendclub des Staatstheaters Darmstadt. Während dieser Zeit drei Einladungen zum Theaterfestival der Jugend nach Berlin.

Seine Mitstreiter waren junge Menschen, auch Brechtschüler, Jonas Zipf zum Beispiel. Bis heute, Freya, Jakob. David Gieselmann spricht es aus, was es bedeuten kann sich in der Nähe von Hanno zu bewegen …

David Gieselmann zum Tod von Hanno   >>>>>