W. CEE | R. LIND

Update. April 2015


Werner Cee – e.chin // Rainer Lind – Gitarre // März 2015


“Es gibt eine Stille, – kennst Du sie? – in der man meint, man müsse die einzelnen Minuten hören, wie sie in den Ocean der Ewigkeit hinuntertropfen. – Eben von ewig fortpolternden Städten gekommen, wurde mir diese Stille fast gespenstig, und ich war erleichtert, als endlich gegen Abend in der Dunkelheit ein leichter, kühler Hauch an mein Gesicht wehte und sich zwei Blätter an einem Schlehenstrauche neben mir rührten, aber ohne zu flüstern. Ich ging spät in das Haus zurück.”

Adalbert Stifter “Feldblumen”, 1834

“There is a stillness – have you known it? – in which one believes that one must hear the single minutes as they drop into the ocean of eternity. Having just arrived from the eternally forward-clattering cities, I felt this stillness to be almost eerie and I was relieved, as finally towards evening in the darkness a light, cool breeze blew across my face and two leaves touched on a branch of sloe beside me, although without making a whisper. I returned late to the house.”

 


Update. März 2015

Werner Cee präsentiert seine E-Chin


Update. September 2014

WDR 3 open: Studio Akustische Kunst – 19.09.2014: Die Kunde von den KlängenVon Werner Cee

Jede Tonaufnahme ist ein Abbild, nie das Geräusch selbst. Field Recordings sind immer Interpretation. “Dass die Dinge geschehen, ist nichts, dass sie gewusst werden, ist alles”, schreibt Egon Friedell 1927 in seiner Kulturgeschichte der Neuzeit —->>>>

Werner Cee verzichtet in seiner Soundscape-Arbeit “Die Kunde von den Klängen” radikal auf die genretypischen Geräuschaufnahmen und setzt stattdessen auf die Stimmen von profilierten subjektiven Klang-KundschafterInnen und InterpretInnen, die berichten, was sie gerade hören. Aus den Chören der minutiösen Hörprotokolle entwickelt sich ein neues Klangpanorama.


BRECHT.EXTRA 03

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Owning the weather
Ein Live-Hörstück mit Werner Cee (e-chin, e-bass + electronics) und Rainer Lind (e-git + electronics)
24. Juni 2009 | 11.30 h | Neues Foyer

Ganz unterschiedliche Interessengruppen suchen nach einer Möglichkeit, über einen der letzten unberechenbaren Parameter unseres Lebensraums zu bestimmen: das Wetter. Dieser Wunsch ist alt und immer noch aktuell. Der schamanische Regenmacher hat sich längst weitergebildet und erfindet im Dienste der Militärs High-Tech-Waffen für modernen Weather warfare.

Texte zum Thema werden in akustisch schillernde Atmosphären, bizarre Soundscapes und tosende Klangkaskaden eingebaut. Das Toxic Sky Orchestra experimentiert mit akustischen Reagenzien; die Ergebnisse reichen vom psychedelisch traumverlorenen Sonnenuntergang bis hin zum apokalyptisch dröhnenden Unwetter.

Vielgestaltig sind die Klangwelten, die der Klangkünstler Werner Cee (Gießen) und Rainer Lind (Altenhain), ihren Hörern eröffnen. Das Erzeugen von Atmosphären und deren Transformation und Mutation sind Wesensmerkmale ihrer musikalischen Sprache, in der sie auf ein breit gefächertes Spektrum von künstlerischen Ausdrucksmitteln und ein entsprechend differenziertes Instrumentarium zurückgreifen. Rainer Lind mit extended E-Gitarre und Laptop, Werner Cee mit Live-Elektronik, E- Bass und seiner E-Chin (einem elektrifizierten chinesischen Saiteninstrument).

Rainer Lind | Werner Cee

Werner Cee begann seine künstlerische Laufbahn mit dem Studium der Malerei an der Frankfurter Städelschule. Seit den achtziger Jahren folgten Experimente im gattungsübergreifenden Medienkunstbereich. Sein derzeitiger Schwerpunkt liegt auf elektroakustischen Kompositionen und Ars-Acoustica-Produktionen für den Rundfunk sowie Live-Hörspielen und musiktheatralischen Inszenierungen. Werner Cee lebt in Gießen und ist Preisträger des Deutschen Klangkunst-Preises 2006. Seit 2008 ist Werner Cee Professor für Klang und Bild an der Musikhochschule Bern, CH

Werner Cee und Rainer Lind lernten sich 1986 kennen und konzertierten seit dem gemeinsam u.a. mit A.R. Penck, Peter Brötzmann, Joe Sachse, Michael Wertmüller.

LINKS
Werner Cee / Wikipedia
Rainer Lind / Wikipedia
Rainer Lind / Webseite
Rainer Lind / Video


Update 2013

The Accidental Paradise
von Werner Cee

It was the bursting of a dam that created a sea in the middle of a desert by the beginning of the 20th century. California’s largest lake, the Salton Sea turned into the Californian riviera, as bathing resorts, marinas and lovely housing areas were built, meeting points for Hollywood’ beauties and millionaires, for anglers, water sport enthusiasts.


Today, the sea is again deserted. Its white beaches consist of fish bones, settlements consist only of paved roads without houses. The sea is steadily getting saltier, water birds thrive and die. It seems to be one of these places where paradise and apocalypse have come together.

Deutschlandradio Kultur >>>>